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Lokale Behandlung einzelner Metastasen

Liegen lediglich einzelne Metastasen vor, ist es oftmals möglich, diese im Rahmen einer Operation vollständig zu entfernen. Das hat den Vorteil, dass Erkrankte dadurch wieder tumorfrei sind. Die Einnahme von Medikamenten ist also (noch) nicht nötig. Auch können durch die Entfernung Beschwerden behoben werden, die von den Metastasen ausgelöst wurden (zum Beispiel Schmerzen oder Knochenbrüche bei Knochenmetastasen). In Einzelfällen ist es möglich, die Metastasen durch eine medikamentöse Behandlung zu verkleinern, damit sie später operativ entfernt werden können.

 

Metastasen-Radiochirurgie (Strahlentherapie)

Bei einzelnen (solitären) und kleinen Metastasen, zum Beispiel im Gehirn oder in den Knochen, kann eine spezielle Art der Strahlentherapie zum Einsatz kommen, die sogenannte Radiochirurgie, auch stereotaktische Bestrahlung genannt. Der Unterschied
zwischen der Radiochirurgie und der gewöhnlichen Strahlentherapie liegt in der präziseren Art der Bestrahlung. Durch die Treffgenauigkeit kann eine sehr hohe Strahlendosis, in einer deutlich geringeren Anzahl von Behandlungen (meist 1 bis 5), zielgerichtet auf den Tumor/die Metastase gerichtet werden.

Die Entscheidung für eine radiochirurgische Behandlung sollte im Bestfall immer interdisziplinär, also vom gesamten Ärzteteam, getroffen werden. Wenn die Lage der zu behandelnden Metastasen eine solche Behandlung ermöglicht und es sich um eine kleine Anzahl von Metastasen handelt, eignet sich diese Methode gut bei kleineren Metastasen, die gut abgegrenzt sind.

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