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„Rund um den Krebs“ von Reinhard Stinzing: Ausstellung zum Umgang mit einer Sarkom-Erkrankung im Klinikum Frankfurt/Höchst

Was macht die Diagnose Krebs mit einem? Dieser Frage hat sich der Lohrer Künstler Reinhard Stinzing gestellt, als seine Frau im Jahr 2019 mit Krebs – einem Sarkom – diagnostiziert wurde. Stinzing verarbeitete den gemeinsamen Weg mit der Sarkom-Erkrankung in Bildern, die er im Verlauf und der Behandlung anfertigte. Heute sind die Werke im Klinikum Frankfurt/Höchst, in der Klinik für Innere Medizin 3 auf Station 7R zu sehen.

 So beschreibt der Künstler selbst seine Arbeit:

Der Krebs ist in unserer Zeit allgegenwärtig. Er trifft fast jeden. Den einen direkt, den anderen indirekt bei Verwandten, Freunden und Bekannten. Immer aber trifft er einen unvorbereitet und kaum einer weiß damit umzugehen. Jede Normalität ist außer Kraft, jede Konversation beispielsweise bei einer Chemo ist ein Problem. Dabei ist der Krebs eigentlich nichts Besonderes und er ist nicht ansteckend. Über seine medizinische Behandlung wissen wir sehr viel und doch verläuft jede anders. Was die Psyche anbelangt schaut es schon anders aus. Unterschätzen wir diese oder wollen wir es gar nicht so genau wissen?

Über den Künstler Reinhard Stinzing und seinen Weg:

Im Jahr 2019 erkrankte seine Frau an einer seltenen Krebsart, einem Sarkom. Bei der Diagnose, unzähligen Untersuchungen, Aufenthalten im Krankenhaus mit Operation und anschließender Chemo begleitete er sie über sieben Monate bis zum Ende der Behandlung. Während dieser Zeit entstand der Zyklus „Rund um den Krebs“ mit Bildern verschiedenster Technik, von gegenständlich bis abstrakt, mit Ölfarben und Acryl. Dazu einige Tuschezeichnungen, da er an 46 Tagen in Frankfurt anfertigte. Dort, im Krankenzimmer, in Cafés oder bei schönem Wetter auch im Park war Tusche angesagt, da man die Malutensilien gut mitnehmen kann. Das Malen und Zeichnen ist bei ihm normale künstlerische Betätigung, doch so ganz nebenbei fand er noch die nötige Ruhe und konnte sich manches besser vorstellen. Dadurch war es auch eine Art Therapie, diesmal nicht für den Patienten, sondern für ihn als Partner und Begleiter, jemand, dessen Sorgen und Nöte meist vergessen werden.

Stinzing hofft, dass er den Betrachtern seiner Werke, ob Patient oder Begleiter auch etwas Hoffnung und Freude geben kann. Gleichzeitig ist die Bilderserie und Ausstellung eine Hommage an alle, die sich um die Patienten kümmern und versuchen ihnen zu helfen oder sie zu heilen. Und es ist ein Gruß an die vielen netten Patienten und deren Begleiter, die er auf den einzelnen Stationen getroffen hat. Mit denen er Sorgen und Nöte teilen konnte und mit denen sich bis heute eine Freundschaft entwickelt hat.

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf Reinhard Stinzings Blog www.baumwelten.info

 

Bild 1 Diagnose kBild 2 mit 88 kbBild 3 Glcksfall kBild 4 Husarenstck k

Bild 5 zurck mit 158kbBild OP team k

7R sarkom 27R sarkom

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