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Auftreten von Sarkomen

Geschlecht/Alter

Nach verschiedenen Sarkom-Registern treten Sarkome bei Männer und Frauen in etwa gleich oft auf. Grundsätzlich scheinen Sarkome in allen Altersgruppen vorzukommen. Weichteilsarkome treten jedoch häufiger bei Patienten über 40 Jahren auf – wobei Weichteilsarkome bei Kindern extrem selten sind. Bei der Gruppe Kinder bilden wiederum die jüngeren Kinder - hier vor allem mit der Diagnose Rabdomyosarkom - die größte Gruppe.

 

 


Häufigkeit

Viele „Tumoren in den Weichteilen" sind gutartig (= benigne) und weisen nach chirurgischer Entfernung eine hohe Heilungsrate auf. Benigne, mesynchymale Tumoren kommen mindestens 100-mal häufiger vor als die Sarkome. Während die klinische Inzidenz (= Häufigkeit) gutartiger Weichteiltumoren auf 3.000 pro 1 Mio. Einwohner geschätzt wird, liegt die Häufigkeit von Weichteilsarkomen deutlich niedriger.

Wie bereits beschrieben, wird die Neuerkrankungsrate (= Inzidenz) bei den Sarkomen in Europa auf durchschnittlich 4 bis 5 pro 100.000 Einwohner pro Jahr geschätzt. Das hieße ca. 4.000 – 5.000 neue Betroffene in Deutschland. Im Vergleich zu den häufigen Krebserkrankungen wie z.B. Brustkrebs mit ca. 72.000 Neuerkrankungen/Jahr oder Prostatakrebs mit ca. 63.000 Neuerkrankungen/Jahr (Robert-Koch-Institut 2008) sind die Weichteilsarkome als selten einzustufen. Dies ist auch der Grund, warum Sie unter „Rare Cancers" laufen und oft den Status der „Orphan Diseases" (engl. orphan „Waise", und disease „Krankheit") haben.

 

 


Aufteilung der Sarkome in drei Hauptgruppen: 

  • Weichteilsarkome: Inzidenz ca. 36 pro 1 Mio. Einwohner = ca. 3.000 Neuerkrankungen pro Jahr
  • GIST (Gastrointestinale Stromatumoren): Inzidenz ca. 14,5 pro 1 Mio. Einwohner = ca. 1.200 Neuerkrankungen pro Jahr
  • Knochensarkome (Osteorsarkome, Ewing Sarkome, Chondrosarkome): Inzidenz ca. 9,5 pro 1 Mio. Einwohner = ca. 800 Neuerkrankungen pro Jahr

 

 


Häufigkeit von Weichteilsarkomen in verschiedenen Sarkom-Registern:

Sarkom-Subtyp Häufigkeit
Malignes Fibröses Histiozytom (MFH)   (Heute: Pleomorphes Sarkom / NOS) 15-25%
Leiomyosarkom 15-25%
Liposarkom 10-15%
Synovialsarkom 6-10%
Mal. Periph. Nervenscheidentumor     (MPNST) 3-5%
Angiosarkom 2-3%
Fibrosarkom 2-3%
Rhabdomyosarkom ~ 2%
Endometriales Stromasarkom (EMS) 1-2%
Alveoläres Weichteilsarkom ~ 1%
Klarzellsarkom ~ 1%
Desmoide/Aggressive Fibromatose < 1%
Dermatofibrosarcoma Protuberans (DFSP) < 1%

 

 

Lokalisation

Weichteilsarkome kennen keine Grenzen. Sie können überall im Körper – das heißt im Weichgewebe, in der Haut und in verschiedenen Organen entstehen. Grob eingeteilt treten sie ca. wie folgt auf:

15% Kopf-Hals-Region

15% Obere Extremitäten

15% Körperstamm

15% Retroperitoneum („Retroperitoneal" bedeutet „hinter dem Peritoneum" – hinter dem Bauchfell)

40% Untere Extremitäten

 

 
   

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