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NIERENKREBS

NIVOLUMAB - Opdivo

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Wirkstoffname: Nivolumab
Handelsname: Opdivo®

Ärzte und Apotheker verwenden in Gesprächen häufig die Wirkstoffnamen. Das kann zu Verwirrungen führen, daher führen wir hier für Sie alle Namen auf und werden im Weiteren den Wirkstoffnamen verwenden.

Bei Nivolumab handelt es sich um eine neue Art der immunonkologischen (IO) Therapie - es ist ein sogenannter Immuncheckpoint-Hemmer. Er blockiert den sogenannten PD-1 Checkpoint.

Anfang April 2016 wurde Nivolumab von der europäischen Zulassungsbehörde für die Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms nach vorheriger Therapie zugelassen. 

 

Mehr über den wissenschaftlichen Hintergrund zu Nivolumab gibt es hier: Immun-Checkpoint-Hemmer

 

Interview auf dem DKK 2016 - Prof. Dr. Jens Bedke: Informationen zu Nivolumab (Opdivo®) beim Nierenzellkarzinom

Prof. Dr. Jens Bedke, Urologe, von der Universitätsklinik Tübingen gab uns ein Interview auf dem Deutschen Krebs-Kongress 2016 in Berlin über Nivolumab



Folgende Fragen und Erklärungen werden in diesem Video besprochen:
Prof. Bedke: „Informationen zu Nivolumab (Opdivo)“
Frage 1: Wie funktioniert der neue Wirkstoff Nivolumab (Opdivo)?
Frage 2: Gegen welchen Wirkstoff wurde Nivolumab getestet? Was waren die Ergebnisse der Studie, die auf dem ESMO veröffentlicht wurde?
Frage 3: Wann stellt Nivolumab (Opdivo) eine Behandlungsmöglichkeit in Zukunft für das Nierenzellkarzinom dar?
Frage 4: Patienten sind es gewohnt, mit dem Nebenwirkungsprofil der Tyrosinkinase-Inhibitoren umzugehen. Können Sie auf das davon abweichende Nebenwirkungsprofil von Nivolumab (Opdivo) eingehen? Was haben die Patienten zu beachten?

Hinweis: das Laden des Videos braucht manchmal etwas Zeit. Sollte sich das Video jedoch nicht bei Ihnen öffnen, so können Sie dieses Video in unserem Youtube Kanal ansehen.

Interview auf dem Nierenzellkarzinom-Expertentreffen 2015 - Prof. Dr. Viktor Grünwald: Informationen über Immuncheckpoint-Inhibitoren beim Nierenzellkarzinom

Prof. Dr. Viktor Grünwald, Onkologe, von der Medizinischen Hochschule Hannover gab uns ein Interview auf dem Nierenkrebs-Expertentreffen in Feldafing 2015 über Immuncheckpoin-Inhibitoren


Folgende Fragen und Erklärungen werden in diesem Video besprochen:

Frage 1: Es gibt eine neuartige Immuntherapie: worin unterscheidet sie sich zur alten Immuntherapie? Wie funktionieren Immuncheckpoint-Hemmer? 
Frage 2: Für wen sind diese Therapien geeignet?
Frage 3: Welche Nebenwirkugnen haben diese neuen Immuntherapien? Inwiefern unterscheiden sich diese von z.B. den Tyrosinkinase-Hemmern? 
Frage 4: Für welche Tumore gibt es denn bereits zugelassene Immuncheckpoint-Hemmer?

Hinweis: das Laden des Videos braucht manchmal etwas Zeit. Sollte sich das Video jedoch nicht bei Ihnen öffnen, so können Sie dieses Video in unserem Youtube Kanal ansehen.

  

Wichtig zu wissen

  • Sollten Sie zurzeit eine Therapie bekommen, auf die Sie ansprechen und welche Sie gut vertragen besteht kein Grund diese Therapie anzuzweifeln oder sie sogar abzubrechen. Nivolumab kann nur in einer metastasierten Situation und nach Vortherapie verschreiben werden. Das bedeutet, dass 2 Bedingungen erfüllt sein müssen:
    1. Es ist schon mind. eine Therapie zur Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms erfolgt
    2. Ist es unter dieser Therapie zu einem Fortschreiten der Erkrankung oder einer Unverträglichkeit dieser Therapie aufgrund von hohen Nebenwirkungen gekommen.

  • Diese neue Art von Immuntherapie ist leider auch keine „Wunderwaffe“ oder ein Heilmittel gegen das metastasierte Nierenzellkarziom. Trotz der guten Studienergebnisse gab es Teilnehmer, die nicht auf die Therapie ansprachen: 35% bei Nivolumab und 28% bei Everolimus. Bei diesen Patienten war leider ein Fortschreiten der Erkrankung zu beobachten.

    Tatsächlich wird das Wort „Heilmittel“ oftmals in den Medien benutzt, von Nierenkrebs-Experten werden Sie dies aber wohl eher nicht hören. Von “Heilung” wird erst gesprochen, wenn die Erkrankung komplett verschwindet und auch für die nächsten 5, 10 oder 15 Jahre nicht zurückkommt.

    Die Wirksamkeit des ersten Checkpoint-Antikörpers bei Melanomen (Hautkrebs) wurde jedoch erst 2010 in Studien gezeigt. Aussagen über mehrere Jahre sind daher noch kaum möglich. Allerdings sind die Überlebensraten derjenigen Patienten, die am längsten mit den Wirkstoffen behandelt werden, sehr vielversprechend. Momentan ist es noch zu früh, um etwas über die Wirksamkeit der neuen Behandlungsmethoden bei Nierenkrebs auszusagen. Auch ist nicht klar, welche Patienten wirklich davon profitieren. Trotzdem sind die neuen Therapien sicherlich ein großer Durchbruch in der Krebsbehandlung.

  • Die Behandlung mit den neuen Immuncheckpoint-Inhibtoren gehört in Expertenhände, denn in seltenen Fällen kann sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper des Patienten richten. Dies passiert meist in Form von Entzündungen, die schnell erkannt und behandelt werden müssen. Es ist also äußerst wichtig ein Nebenwirkungstagebuch zu führen und von dem behandelnden Arzt zu erfahren, wann und in welchen Fällen ein Patient sich ggf. sofort zur Behandlung der Nebenwirkungen melden muss.

 

Unser Unterstützungsangebot an Sie

Wir sind Patienten und Angehörige. Wir bieten Ihnen nicht nur virtuelle Informationen, sondern reale Unterstützung: eigene Erlebnisse und Erfahrungen aus dem Alltag mit der Erkrankung und der Therapie. Wir bieten wir Ihnen Hilfestellungen in verschiedenen Formen an:

Neben unseren patientengerechten Informationsbroschüren über die Erkrankung bieten wir verschiedene Materialien an, um Sie optimal bei der Therapie zu unterstützen:

  • Therapietagebuch
  • Patientenpass

Diese können Sie bei uns telefonisch oder über das Kontaktformular anfordern.

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