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Pembrolizumab + Axitinib - neue Kombinationstherapie für Nierenkrebs-Patienten zugelassen

Pembrolizumab + Axitinib - neue Kombinationstherapie für Nierenkrebs-Patienten zugelassen

Gute Neuigkeiten für Nierenkrebs-Patienten in Deutschland: Die Kombinationstherapie aus Pembrolizumab (Keytruda®) und Axitinib (Inlyta®) ist nun auch hierzulande für die Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms in Erstlinie (d.h. für unbehandelte Nierenkrebs-Patienten) zugelassen. Hierbei handelt es sich um die erste Zulassung einer Kombination aus einem sogenannten Immuncheckpointhemmer (in diesem Fall Pembrolizumab) und einem multi-Tyrosinkinase-Inhibitor (Axitinib). Axitinib ist bereits als Einzeltherapie in Zweitlinie (also nach Vorbehandlung mit einem anderen Wirkstoff) für das metastasierte Nierenzellkarzinom zugelassen.

Heute ist der 1. Welt-Nierenkrebs-Tag

Heute ist der 1. Welt-Nierenkrebs-Tag

Am 22. Juni 2017 ist der allererste Welt-Nierenkrebs-Tag. Dabei handelt es sich um eine Initiative der Internationalen Nierenkrebs-Koalition (IKCC). Das weltweite Netzwerk von 30 Nierenkrebs-Organisationen möchte an diesem Tag mit einem kurzen Quiz auf das Thema Nierenkrebs aufmerksam machen. Auch der deutsche Verein „Das Lebenshaus e.V.“ ist dabei.

Weltnierenkrebstag small

"Obwohl Nierenkrebs der dritthäufigste urologische Tumor ist, ist über die Erkrankung, seine Erkennungszeichen und Risikofaktoren wenig bekannt", sagt Berit Eberhardt, Bereichsleiterin Nierenkrebs bei der Patientenorganisation „Das Lebenshaus e.V.“.

„Durch die weltweite Zusammenarbeit von Nierenkrebs-Patientenorganisationen, können wir das Bewusstsein der Öffentlichkeit schärfen,“ so Eberhardt weiter.

Anlässlich des ersten Welt-Nierenkrebs-Tages wurde von der IKCC ein kleines Quiz entwickelt, um mehr Menschen über Nierenkrebs aufzuklären. Es enthält 7 Fragen und sollte den Teilnehmer nicht mehr als 2 Minuten seiner Zeit kosten.

Studie mit einem neuen Immun-Checkpoint-Hemmer für klarzellige oder nicht-klarzellige Nierentumoren in der Erstlinie an 3 Zentren in Deutschland

In Deutschland laufen zur Zeit mehere Studien für das Nierenzellkarzinom. Zwei davon sind Studien mit einem neuen Immun-Checkpoint-Hemmer: Pembrolizumab (Keytruda®). In einer Phase II-Studie soll geklärt werden, ob die alleinige Therapie mit Pembrolizumab beim klarzelligen oder nicht-klarzelligen metastasierten Nierenzellkarzinom anspricht. Die Studie läuft zur Zeit an 3 Zentren in Deutschland: Dresden, Berlin und Tübingen Mehr über die Keynote-427 Studie lesen Sie auf unserer Webseite unter: http://www.daslebenshaus.org/nierenkrebs-behandeln/neue-therapieansaetze/pembrolizumab-keytruda

Beobachtetes Langzeit-Ansprechen auf Immun-Checkpoint-Therapien auch wenn diese frühzeitig abgebrochen werden mussten

Da die Behandlung mit Immun-Checkpoint-Therapien im Bereich Nierenkrebs noch relativ neu ist, wurden auf dem diesjährigen ASCO GU auch viele kleinere Studien vorgestellt. Diese kleineren Studien sollen dabei helfen die Erfahrungen mit den neuen Medikamenten bekannter zu machen.

Dr. Rana McKay von der Universität Kalifornien stellte das erste mal Daten vor, die das Ansprechen auf Immun-Checkpoint-Therapien darstellt, auch wenn diese abgebrochen werden mussten (z.B. wegen Nebenwirkungen).

Dr. McKay analysierte Daten von 19 Nierenkrebs-Patienten, die gegen ihre Metastasierung entweder eine alleinige Immun-Checkpoint-Therapie mit PD-1 / PD-L1 Hemmern oder eine Immun-Checkpoint-Therapie in Kombination mit einem anderen Medikament bekamen.

Diese 19 Patienten mussten die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen der Immuntherapie abbrechen Nach Abbruch der Therapie wurden die Patienten weiterhin engmaschig kontrolliert, es zeichnete sich trotz des Abbruchs ein überwiegend positiver Trend beim Ansprechen auf die Therapie ab:  

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Dritt- / Viertlinien-Studie an 9 Zentren in Deutschland: Tivozanib im Vergleich zu Sorafenib (TIVO 3)

Dritt- / Viertlinien-Studie an 9 Zentren in Deutschland: Tivozanib im Vergleich zu Sorafenib (TIVO 3)
Diese Studie möchte klären, ob die Therapie mit dem neuen Wirkstoff Tivozanib in der Dritt- bzw. Viertlinien-Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinom besser wirkt, als eine der bisherigen Standardtherapien - in diesem Fall Sorafenib. Welche Behandlung Sie im Rahmen der klinischen Studie erhalten, entscheidet ein zuvor festgelegtes Zufallsverfahren, vergleichbar mit dem Werfen einer Münze. Dieses wird Randomisierung genannt. Die Wahrscheinlichkeit für jede der beiden Gruppen beträgt 50%. Die Studie findet zurzeit an 9 Studienzentren in Deutschland statt, dazu gehören Dresden, Jena, Hamburg, Münster, Bonn, Aachen, Tübingen, Freiburg und Weiden. Weitere Studienzentren werden folgen. Mehr über TIVO 3 Studie gibt es unter diesem Link zu lesen: http://www.daslebenshaus.org/nierenkrebs-behandeln/neue-therapieansaetze/tivoazanib Die Studienzentren inkl. Ansprechpartner sind in unserer Studiendatenbank zu finden: http://www.daslebenshaus.org/studienallgemein/studienregister
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Neues vom ASCO GU 2017: Flüssige Biospien (Liquid Biopsy) bei Nierenkrebs

In der letzten Zeit ist in den Medien viel über die sogenannten flüssigen Biopsien (Liquid Biopsy) berichtet worden. Was ist eine flüssige Biopsie und ist sie auch bei Nierenkrebs anwendbar?

Nicht nur bei gesunden Zellen sondern auch bei Tumoren sterben Zellen ab. Die abgestorbenen Zellen, aber auch einzelne intakte Tumorzellen können ins Blut gelangen. Diese abgestorbenen Zellabschnitte nennt man auch zirkulierende Tumorzellen, kurz CTC. Die zirkulierenden Tumorzellen können heutzutage z.B. im Blut mit bestimmten Verfahren entdeckt und analysiert werden. Aus der Analyse können Erkenntnisse über eine Krebserkrankung gewonnen werden. Diese Art Diagnoseverfahren wird flüssige Biopsie genannt.

Auf dem ASCO GU 2017 stellte Dr. Sumanta Pal eine Studie über zirkulierende Tumorzellen beim Nierenzellkarzinom vor. Er berichtete welche zirkulierende Tumorzellen vor einer Erst- und vor einer Zweitlinientherapie entdeckt wurden und welche Veränderungen beobachtet werden konnten.

Erstlinien-Therapie-Studie an 7 Zentren in Deutschland: Immun-Checkpoint-Hemmer Pembrolizumab in Kombination mit Axitinib im Vergleich zu Sunitinib

Alle Medikamente, die zur Zeit zur Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms zur Verfügung stehen, wurden in klinischen Studien geprüft. Allein im Jahr 2016 wurden aufgrund der guten Studienergebnisse drei neue Medikamente zugelassen. Klinische Studien sind also wichtig um festzustellen, ob z.B. neue Medikamente, Diagnose- oder Laborverfahren für die Anwendung am Menschen sicher und wirksam sind. Diese Studie, mit dem Namen Keynote-426, möchte klären, ob die Kombination der neuen immunonkologischen Therapie Pembrolizumab in Kombination mit Axitinib beim metastasierten Nierenzellkarzinom besser wirkt, als eine der bereits zugelassenen Erstlinien-Therapien - in diesem Fall Sunitinib. Mehr über Keynote-426 gibt es unter diesem Link zu lesen: http://www.daslebenshaus.org/nierenkrebs-behandeln/neue-therapieansaetze/pembrolizumab-keytruda Die Studienzentren inkl. Ansprechpartner sind in unserer Studiendatenbank zu finden: http://www.daslebenshaus.org/studienallgemein/studienregister

Neues von wissenschaftlichen Konferenzen ECCO und ASCO GU 2017

Neues von wissenschaftlichen Konferenzen ECCO und ASCO GU 2017
Im Januar fand der Kongress der europäischen Krebs-Organisation (ECCO) und Mitte Februar die Konferenz für urogenitale Tumoren (ASCO GU) statt. Dank der Förderung durch die europäische Krebs-Organisation und der amerikanischen "Stiftung gegen Krebs" (Conquer Cancer Foundation) ist es unserem Verein möglich gewesen an den Konferenzen teilzunehmen. Die wichtigsten Ergebnisse werden wir aufbereiten und Ihnen vorstellen. Mehr über die Europäische Krebs-Organisation und Allgemeines über den Kongress können sie bereits hier lesen. Photo by ©ECCO / Ruud Jonkers Fotografie 2017
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Patientenleitlinien "Nierenkrebs" veröffentlicht

Patientenleitlinien "Nierenkrebs" veröffentlicht
Ab sofort stehen die Patientenleitlinien "Nierenkrebs im frühen und lokal fortgeschrittenen Stadium" und "Nierenkrebs im metastasierten Stadium" zur Verfügung. Das Lebenshaus, führende Nierenkrebsexperten und das ÄZQ unter Leitung von Frau Dr. Bothe waren maßgeblich an der Erstellung beteiligt. Auch konnten sich einige Mitglieder des Lebenshaus e.V. in die Konsultationsfassung einbringen - dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön! Ärztliche Leitlinien sind Handlungsempfehlungen für Mediziner. Diese beruhen auf dem besten derzeit verfügbaren medizinischem Wissen. Die ärztliche Leitlinie für "Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms" des Leitlinienprogramms Onkologie existiert seit September 2015. Patientenleitlinien sind laienverständliche Versionen ärztlicher Leitlinien. Hier finden Sie die Leitlininen im Internet: http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Nierenkrebs.97.0.html Oder laden Sie diese direkt bei uns herunter: PLL Nierenkrebs fruehes Stadium PLL Nierenkrebs metastasiert
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Zur Zulassung in der EU empfohlen: Zwei neue Therapien für die Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms

Lt. Pressemitteilung vom 22. Juli 2016 hat die Europäische Zulassungsbehörde (EMA) zwei neue Therapien zur Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms zur Zulassung empfohlen: Cabozantinib Lenvatinib in Kombination mit Everolimus Sowohl Cabozantinib als auch Lenvatinib sind Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI). Dies bedeutet, dass sie bestimmte Enzyme (Tyrosinkinasen) blockieren. Diese Tyrosinkinasen sind am Wachstum und an der Ausbreitung von Krebszellen beteiligt. Cabozantinib (Cabometyx®) und Lenvatinib (Kisplyx®) sind für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom indiziert, die zuvor mit einem vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor behandelt wurden (VEGF) -Inhibitor; Cabozantinib ist eine Monotherapie, während Lenvatinib in Kombination mit Everolimus verwendet werden soll. Mehr zu Cabozantinib lesen Sie hier. Weitere Informationen zu Lenvatnib in Kombination mit Everolimus erhalten Sie hier. Wir freuen uns über diese positive Entwicklung, denn durch eine größere Auswahl an Therapien erhalten Patienten weitere Möglichkeiten...
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Neues vom ASCO 2016

Neues vom ASCO 2016
Vom 03.– 07. Juni 2016 fand in Chicago der Kongress der amerikanischen Gesellschaft für Onkologie (ASCO) statt. Auf dem Kongress waren über 30.000 Teilnehmer: Ärzte, Krebsforscher und eine kleine Gruppe von rund 400 aktiven Vertretern von Patientenorganisationen. In diesem Jahr nahm Deb Maskens stellvertretend für die IKCC an dieser Konferenz teil - lesen Sie nachfolgend ihre Kongresszusammenfassung.   1. Neues über Cabozantinib Beim Europäischen Krebskongress in Wien im letzten Jahr präsentierte Dr. Tony Choueiri bereits die vorläufigen Daten der METEOR Studie. Die vorläufigen Daten zeigten, dass Cabozantinib bezüglich des progressionsfreien Intervalls gegenüber Everolimus überlegen waren. Auf dem diesjährigen ASCO präsentierte Dr. Tony Choueiri die Gesamtüberlebenszeit (OS) Daten aus der METEOR-Studie. Die Gesamtüberlebenszeit war im Cabozantinib-Arm der Studie ca. 5 Monate länger als im Everolimus-Arm und damit statistisch relevant. 2. Neues über...
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Neues vom ASCO GU über "nicht-klarzellige Nierenzellkarzinome" (papillär, chromophob...)

Dr. Ramaprasad Srinivasan vom amerikanischem Krebs Institut (NIH / NCI) ist spezialisiert auf die nicht-klarzelligen Nierenzellkarzinome, z.B.: papilläres Nierenzellkarzinom Typ 1 und 2, chromophobes Nierenzellkarzinom, Ductus Bellini, HLRCC und andere. Er zeigte in seiner Präsentation, dass die Gruppe der nicht-klarzelligen Nierenzellkarzinom eine Gruppe mit sehr unterschiedlichen Untertypen von Nierenzellkarzinomen ist. Die einzelnen Tumorentitäten haben z.B. ein unterschiedlich gutes Ansprechen auf Therapien oder metastasieren später oder früher. Als Beispiel für die Unterschiedlichkeit könnte man folgende Beschreibung nehmen: gestreifte Tiere (nicht-klarzellige Nierenzellkarzinome) können z.B.

  • Zebras (papilläres Nierenzellkarzinom Typ 1) oder
  • Tiger (HLRCC Nierenzellkarzinom) sein.

Mit diesem bildlichen Vergleich warnte er davor alle nicht-klarzelligen Nierentumore in einen Topf zu schmeißen. Dr. Srinivasan betreibt mit seinem Team Forschung auf Molekularebene in der Uro-Onkologie. Sein Ziel ist es die Gruppe der nicht-klarzeligen Nierenzellkarzinome besser zu verstehen. Er hofft, dass seine Forschungsergebnisse dazu beitragen können, dass in Zukunft zielgerichtetere Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit diesen Tumoren zur Verfügung gestellt werden können.

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Neues vom ASCO GU: Neues über klinische Studien beim Nierenzellkarzinom

Neues vom ASCO GU: Neues über klinische Studien beim Nierenzellkarzinom

Die Experten sind sich einig, dass klinische Studien für Patienten die beste Möglichkeit sind zur Forschung beizutragen und vielleicht von einer neuen Therapie / Therapiekombination zu profitieren. In der Nierenzellkarzinom Forschung werden zur Zeit Antworten auf viele offene Fragen gesucht, wie z.B. diese:

  • Das Ansprechen auf Nivolumab (einer der neuen Immun-Checkpoint-Hemmer) liegt bei ca. 21%. Gibt es eine Kombination mit anderen Immun-Checkpoint-Hemmern oder den bereits zugelassenen Tyrosinkinase / mTOR Hemmern, die das Ansprechen auf die neuen Immuntherapien erhöhen? Welche Nebenwirkungen haben diese Kombinationen und halten sich hier ein erhöhtes Ansprechen und die Nebenwirkungen die Waage? Was ist für den Patienten wichtiger?

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Neues vom ASCO GU: Neue Behandlungsansätze zur Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms

Neues vom ASCO GU: Neue Behandlungsansätze zur Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms

Auch auf diesem Kongress drehte sich vieles um die aufstrebende Rolle der neuen Immuntherapien (Immun-Checkpoint-Hemmer) bei der Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinom, aber auch um andere neue Wirkstoffe wie z.B. Cabozantinib (Cometriq®).

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Neues vom ASCO GU: Behandlung des Primärtumors

Neues vom ASCO GU: Behandlung des Primärtumors

Das Thema des diesjährigen Kongresses war "Patientenorientierten Pflege: Umsetzung von Studienergebnissen". Für das Nierenzellkarzinom gab es 19 Vorträge und 129 Poster. Wir haben den Eindruck, dass dem Nierenzellkarzinom erfreulicherweise wieder mehr Forschung und Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Ein immer noch wichtiges und viel diskutiertes Thema ist die
Behandlung des Primärtumors: Die Forschung probiert herauszufinden, welche Patienten, mit welchen Nierentumorarten von den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten profitieren würden. Die diskutierten Behandlungsoptionen umfassten natürlich die komplette oder teilweise Nierenentfernung (radikale oder partielle Nephrektomie) genauso aber auch ablative Behandlungsmethoden (z.B. Radiofrequenzablation) oder sogar Bestrahlung von kleinen Nierentumoren mittels Cyberknife - zu diesem Thema gab es eine weitere Veröffentlichung einer Studie von Prof. Dr. Staehler der Universitätsklinik Großhadern, München.

Es wurde auch wieder die Frage aufgegriffen, ob ein Nierentumor durch eine medikamentöse Therapie vor einer Operation behandelt werden sollte, um ihn so ggf. besser operabel zu machen und was diese Art der Vorbehandlung für Risiken birgt. Leider liegen zur Beantwortung dieser Frage immer noch nicht genug Studiendaten vor.

Im Verlauf des Kongresses stellte Dr. Alexander Kutikov in seinem Vortrag die 4 wichtigsten Fragen: Sollte überhaupt operiert werden? Was sollte operiert werden? Wie sollte operiert werden? Was sollte nach der Operation erfolgen?

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Neues vom ASCO GU 2016

Neues vom ASCO GU 2016
Im Januar fand in San Francisco der Kongress für urogenitale Tumoren (ASCO GU) statt. Mehr als 3.100 Experten aus der ganzen Welt nahmen an dieser Konferenz teil. Dank der Förderung durch die amerikanische „Conquer Cancer Foundation“ ist es dem Verein "Das Lebenshaus" möglich die dort vorgestellten Präsentationen und Studien-Ergebnisse im Internet nachzuverfolgen. Die wichtigsten Ergebnisse werden wir Ihnen in den nächsten Tagen vorstellen. Photo by ©ASCO / Todd Buchanan 2016
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ECC2015: Erste Ergebnisse zu neuen Immuntherapien bei metastasiertem Nierenzellkarzinom

ECC2015: Erste Ergebnisse zu neuen Immuntherapien bei metastasiertem Nierenzellkarzinom

Nivolumab im Vergleich zu Everolimus bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (Checkmate 025 Studie)

 
Abstract #3LBA:

Bei der hier vorgestellten Studie handelt es sich um eine Phase III Studie. Der neue Wirkstoff Nivolumab aus der Gruppe der Immun-Therapien (ein so genannter PD-1 Immun-Checkpoint-Inhibitor) wird verglichen mit Everolimus, einem zugelassen Medikament zur Therapie des fortgeschrittenen klarzelligen Nierenzellkarzinoms nach Versagen von VEGF-Therapien. 

 

Zusammengefasst: 

An der Checkmate 025 Studie nahmen weltweit 821 Patienten teil, die sich teilweise in der Zweit- der auch Dritt-Linie befanden (weitere Informationen zu den medikamentösen Therapien bei Nierenkrebs finden Sie hier: Medikamenteneinsatz).

Der neue Wirkstoff Nivolumab verlängert im Vergleich zu Everolimus das sogenannte Gesamtüberleben (Overall Survival) bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs um 5 Monate. Die Gesamtansprechrate (Anzahl der Personen die von der Therapie profitieren, ORR = Overall Resonse Rate) betrug 25%. Bei einigen Patienten hielt die Wirkung auch nach Beendigung der Therapie weiterhin an. Insgesamt erscheint die Behandlung mit Nivolumab besser vertragen zu werden, als die mit dem Vergleichsmedikament Everolimus

Dr. Eric Jonasch (Onkologe, MD Anderson Cancer Center, Texas) hob in einem Gespräch mit dem Lebenshaus hervor, dass Patienten mit nur einer vorherigen Therapie anscheinend eher von der Behandlung profitieren. 

Die Studie lässt jedoch noch einige Fragen offen (siehe Hinweise zu diesen Studienergebnissen im weiteren Text)

Wollen Sie mehr über diese Studie erfahren? Klicken Sie auf „weiterlesen unten rechts“

 

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