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NIERENKREBS

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Aktuelles

Beobachtetes Langzeit-Ansprechen auf Immun-Checkpoint-Therapien auch wenn diese frühzeitig abgebrochen werden mussten

Da die Behandlung mit Immun-Checkpoint-Therapien im Bereich Nierenkrebs noch relativ neu ist, wurden auf dem diesjährigen ASCO GU auch viele kleinere Studien vorgestellt. Diese kleineren Studien sollen dabei helfen die Erfahrungen mit den neuen Medikamenten bekannter zu machen.

Dr. Rana McKay von der Universität Kalifornien stellte das erste mal Daten vor, die das Ansprechen auf Immun-Checkpoint-Therapien darstellt, auch wenn diese abgebrochen werden mussten (z.B. wegen Nebenwirkungen).

Dr. McKay analysierte Daten von 19 Nierenkrebs-Patienten, die gegen ihre Metastasierung entweder eine alleinige Immun-Checkpoint-Therapie mit PD-1 / PD-L1 Hemmern oder eine Immun-Checkpoint-Therapie in Kombination mit einem anderen Medikament bekamen.

Diese 19 Patienten mussten die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen der Immuntherapie abbrechen Nach Abbruch der Therapie wurden die Patienten weiterhin engmaschig kontrolliert, es zeichnete sich trotz des Abbruchs ein überwiegend positiver Trend beim Ansprechen auf die Therapie ab:  

  • 8 Patienten (42%) wurden trotz Abbruch der Therapie als „langfristige Ansprecher“ eingeordnet – sie reagierten weiterhin auf die Immun-Checkpoint-Therapie und hatten über einen Beobachtungszeitraum von 7 – 72 Monate kein Fortschreiten der Erkrankung
  • 8 Patienten (42%) konnten (noch nicht) zu den langfristiges Ansprechern gezählt werden, da sie teilweise erst 3-6 Monate ohne Therapie waren, aber in dieser Zeit kein Fortschreiten der Erkrankung zu erkennen war.
  • 3 Patienten (16%) hatten nach Abbruch der Therapie ein sofortiges Fortschreiten der Erkrankung und mussten auf eine neue Therapie wechseln

Obwohl hier nur sehr wenige Patienten beobachtet wurden, hoffen die Forscher darauf in Zukunft noch mehr Patienten in ihre Analysen aufnehmen zu können. Dazu gab Dr. McKay bekannt, dass in einem nächsten Schritt eine Phase II Studie geplant ist, bei der eine weitere Gabe von Nivolumab vom Ansprechen auf die Therapie abhängig gemacht werden soll. (Optimized Management of NIVOlumab based on Response in patients with advanced RCC - OMNIVORE)

Hinweis vom Lebenshaus:

Diese Daten müssen in der OMNIVORE Studie noch bestätigt werden. Jedoch könnten diese Daten ein Hinweis darauf sein, dass eine Immun-Checkpoint-Therapie bei Ansprechen in Zukunft vielleicht nicht langfristig gegeben werden müsste.

 

Quelle: ASCO GU 2017: #467 McKay: Outcomes of PD-1 /PD-L1 responders who discontinue therapy for immune-related adverse events

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