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Mehr Sicherheit, um die richtige Entscheidung zu treffen…

Fragen Sie einen ExpertenBei Verdacht auf ein Weichgewebe-Sarkom und bei konkreter Diagnosestellung z.B. vor Operationen oder langfristigen – weitreichenden Behandlungen, kann es sehr sinnvoll sein, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen. Zudem ist ein unabhängiger Zweitbefund z.B. in einem erfahrenen Sarkom-Zentrum immer dann ratsam, wenn der Patient berechtigte Zweifel an einer ersten Diagnose hat und/ oder sich nicht gut beraten fühlt. Durch die zweite Meinung (englisch = 2nd opinion) sollen Fehldiagnosen ausgeschlossen, Therapieoptionen abgeprüft und eventuell andere/neue Behandlungsmethoden aufgezeigt werden.

Wichtig für die Praxis:
  • Jeder Patient hat ein Recht auf eine Zweitmeinung. Allerdings muss es sich beim zweiten Arzt um einen Kassenzugelassenen Arzt handeln, also keinen Privatarzt; dann übernimmt die Kasse die Kosten.
  • Das Einholen einer Zweitmeinung bedeutet nicht, dass der gesamte diagnostische Prozess noch einmal komplett von vorne beginnen muss. Der Patient hat Anspruch auf alle Unterlagen und Untersuchungsergebnisse des Erstbefundes – dies ist in den Patientenrechten festgeschrieben. 
  • Erfahrene und selbstbewusste Mediziner haben in der Regel Verständnis für den Wunsch nach einer Zweitmeinung und fassen dies nicht als Kritik auf. Es gibt allerdings auch Ärzte, die sich hierdurch persönlich angegriffen fühlen, dies den Patienten deutlich spüren lassen oder versuchen dem Patienten die Zweitmeinung massiv auszureden. (Anmerkung: Spätestens hier wird es sicherlich Zeit, sich einen mit Sarkomen erfahrenen Mediziner zu suchen.)

 

Wann sollten Sie beispielsweise eine Zweitmeinung einholen?
  • Wenn bei Ihnen mehrere Therapieoptionen in Frage kommen und die Situation bisher nicht eindeutig zu beurteilen ist.
  • Wenn Sie unsicher sind, ob die Empfehlungen Ihres Arztes für Sie am Besten sind.
  • Wenn Ihr behandelnder Arzt kein Sarkom-Experte ist, und Sie sich daher nicht sicher sind, ob seine Kenntnisse ausreichen, um die besten Therapieempfehlungen zu geben.
  • Wenn das Vertrauen zu Ihrem Arzt getrübt ist, weil er Ihnen viel zu wenig erklärt, oder Sie Probleme haben, mit ihm über Ihre Ängste und Sorgen zu reden.
  • Wenn Sie von Therapiemöglichkeiten erfahren haben, mit denen Ihr Arzt nicht vertraut ist, oder Sie Probleme haben, mit ihm darüber zu sprechen.
  • Wenn Sie sich über neue Behandlungsansätze informieren wollen, die sich noch im Versuchsstadium befinden und Sie deshalb mit einem Experten sprechen möchten, der mit klinischen Studien bereits Erfahrung hat.
  • Wenn es zum Beispiel darum geht - schwerwiegende Eingriffe durchzuführen.

Manchmal kann es beispielsweise notwendig sein, dass Organe/Extremitäten teilweise oder ganz entfernt werden müssen, um eine mögliche Heilung zu erreichen oder die Erkrankung zum Stillstand zu bringen. Besonders an den Extremitäten kann es so zu Deformationen oder funktionellen Einschränkungen kommen. Wenn dies notwendig ist, können qualitativ gut durchgeführte Chirurgie und rekonstruktive Chirurgie Form, Funktion und Lebensqualität verbessern. Patienten in solchen Situation oder sogar vor Amputationen, sollten darauf achten, dass wirklich alle Therapieoptionen ausgeschöpft sind, das heißt – sie sollten - alle Möglichkeiten recherchieren und Expertenmeinungen einholen.

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pdf Interdisziplinäre Sarkom-Zentren: Denn Sarkome gehören in Experten-Hände! (322.86 kB)

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