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NIERENKREBS

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Behandlung im frühen Stadium

 

Frühes Stadium bedeutet, dass der Tumor noch kleiner und nur auf die Niere begrenzt ist. In diesem Stadium ist eine Operation in der Regel der erste Schritt in der Behandlung. Im zweiten Schritt erfolgt hier meist nur eine regelmäßige risiko-adaptiere Nachsorge.

Gerade in diesem frühen Stadium und wenn der Tumor kleiner ist, kann meist nierenerhaltend operiert werden. Der Operateur entfernt hierbei nur den befallenen Teil der Niere unter Erhaltung der Organfunktion (partielle Tumornephrektomie). Oft ist diese Operation durch einen laparoskopischen (minimal-invasiven) Eingriff möglich. An ausgesuchten/einzelnen Zentren kann dieser Eingriff auch roboterunterstützt vorgenommen werden.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter: Operation des Tumors

 

Grundsätzlich gilt, dass die Operation eines Nierenzelltumors immer die Methode der ersten Wahl ist. Sollte eine Operation aus verschiedenen Gründen nicht infrage kommen, stehen - nur in diesem frühen Stadium und meist nur bei einer Tumorgröße bis zu 3 cm - weitere lokale Therapieverfahren zur Verfügung, um den Tumor zu behandeln. Dazu gehören die

  • die Embolisation (therapeutischer Gefässverschluss),
  • die Radiofrequenzablation (Zerstörung des Tumors durch Hitze),
  • die Kryoablation (Zerstörung des Tumors durch extreme Kälte)
  • sowie weitere Verfahren, die bisher als experimentell gelten und daher nicht als Standardbehandlung angesehen werden können (z.B. Cyberknife, HIFU).

In ausgewählten Fällen kann diese sogenannte lokale Therapie jedoch eine sinnvolle Alternativtherapie sein.
Sie kommen in unterschiedlichen Situationen zum Einsatz – beispielsweise:

  • bei Patienten mit einem hohen Operations- und Narkoserisiko (z.B. bei vorbestehenden Begleiterkrankungen und/oder einem deutlich eingeschränkten allgemeinen Gesundheitszustand),
  • bei Patienten mit Tumorbefall der zweiten Niere (so dass durch eine Operation Dialysepflicht entstehen würde),
  • bei Patienten, bei denen durch eine Operation eine vollständige Tumorfreiheit nicht erreicht werden kann, da z.B. schon Metastasen vorliegen,
  • bei Patienten mit einer Einzelniere.

Diese Verfahren werden vorgenommen:

  • erst nach einer bestätigten Biopsie und
  • von einem auf diese Verfahren spezialisierten Radiologen.

Prof. Dr. Christian Doehn: Fokale Therapie von kleinen Nierentumoren

Auf dem Deutschen Krebskongress 2016 in Berlin gab uns Herr Prof. Dr. Christian Doehn, niedergelassener Urologe in Lübeck ein Interview über fokale Therapien bei der Behandlung kleinen Nierenzellkarzinomen.

Folgende Fragen und Erklärungen werden in diesem Video besprochen:
Frage 1: Was ist eine fokale Therapie?
Frage 2: Bei Patienten mit kleinen Tumoren wird in Deutschland eine partielle Nephrektomie durchgeführt, das heißt die Entfernung des Tumors unter Erhalt der Restniere. In welchen Situationen und bei welchen Patienten wird überhaupt eine fokale Therapie angewendet?
Frage 3: Wer führt eine fokale Therapie durch?
Frage 4: Sie haben eine Grafik gezeigt - je kleiner der Tumor umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor gutartig sein könnte - können Sie auf die Zahlen noch einmal eingehen?
Frage 5: Haben die Patienten einen Nachteil durch eine Ablation? Wie sind die Ergebnisse?
Frage 6: Das Gewebe wird ja entweder verkocht oder vereist - Was passiert mit dem Gewebe? Wird es durch den Körper abgetragen?
Frage 7: ?

Sollte sich das Video nicht bei Ihnen öffnen, kann es sein, dass die Version Ihres Flash Players veraltet ist. Sie können das in unserem Youtube Kanal ansehen.

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