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Lebermetastasen


Auch Lebermetastasen verursachen häufig lange keine oder wenige Symptome. Darüber hinaus sind Frühsymptome wie Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Nachtschweiß oder Übelkeit sehr unspezifisch. Für die Diagnose von Lebermetastasen wird in erster Linie eine Ultraschall-Untersuchung des Bauchraumes vorgenommen. Zur weiteren Abklärung erfolgt dann eine Computertomographie mit Kontrastmitteln.

Heutzutage gibt es gute Möglichkeiten Tochtergeschwülste in der Leber zu bekämpfen. Neben der medikamentösen Tumortherapie ist auch hier die Operation von Lebermetastasen bei einem Teil der Patienten möglich und sinnvoll. Für eine Operation der Lebermetastasen müssen die gleichen Voraussetzungen wie bei Lungenmetastasen erfüllt sein, damit ein chirurgischer Eingriff erfolgversprechend und sinnvoll ist:

  • Die Erkrankung darf nicht schnell fortschreitend sein. Dieses wird meistens dadurch festgestellt, dass man einen Zeitraum vor einer Operation abwartet - z.B. 1-3 Monate. Haben sich Metastasen nach dieser Zeit nicht oder nur wenig verändert, ist eine Operation ggf. sinnvoll (dieses wird durch CT Aufnahmen festgestellt).
  • Die Metastasen dürfen nicht zu groß und müssen operabel sein, d.h. sie müssen an Stellen sitzen, die gut erreichbar sind. Dies muss im Vorfeld einer Operation bereits festgestellt werden
  • Grundsätzlich können auch mehrere Metastasen operiert werden
  • Das Risiko, das mit einer Operation einher geht, muss vertretbar sein
  • Der Primärtumor muss behandelt werden bzw. behandelbar sein

In manchen Fällen erfolgt eine Operation nicht sofort nach Feststellen von Lebermetastasen, um auszuschließen, dass es sich um eine Ausbreitung der Erkrankung auf den gesamten Körper bzw. das gesamte Organ handelt. In einem solchen Fall kann eine Operation nicht zielführend sein.

Es gibt Situationen, in denen eine Operation nicht möglich oder sinnvoll ist. Dies ist dann der Fall, wenn zu viel Gewebe aus der Leber entfernt werden müsste oder wenn nach einer Operation neue Tumoren auf dem verbliebenen, für eine weitere Operation zu kleinen Leberanteil auftreten. Der Erfolg der Behandlung hängt generell maßgeblich vom Ausmaß der Metastasierung ab.

Sollte eine Operation nicht möglich oder sinnvoll sein, wird meist eine medikamentöse Therapie vorgeschlagen. Mehr über die Behandlung mit den sogenannten zielgerichteten Therapien finden Sie unter Medikamentöser Therapie

 

 

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