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NIERENKREBS

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SORAFENIB - Nexavar

Strukturformel Sorafenib

Wirkstoffname: Sorafenib
Handelsname: Nexavar®
Entwicklungsnamen: Sorafenibum, Sorafenibi tosilas, Sorafenibtosilat, Sorafenibtosylat, BAY43-9006

Ärzte und Apotheker verwenden in Gesprächen häufig die Wirkstoffnamen eines Medikaments. Das kann zu Verwirrungen führen, daher führen wir hier für Sie alle Namen auf und werden im Weiteren den Wirkstoffnamen verwenden.

Sorafenib ist keine Chemotherapie im herkömmlichen Sinne. Sorafenib ist eine sogenannte zielgerichtete Therapie (Target-Therapie) - ein sogenannter Multi-Tyrosinkinaseinhibitor (TKI). Der Wirkstoff ist für die Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms seit 2006 zugelassen. Mehr über die Wirkweise und Zulassung finden Sie weiter unten.

Dosierung

Sorafenib steht als Tablette zur Verfügung, wobei eine Tablette 200 mg des Wirkstoffes enthält. Laut Zulassung wird die Einnahme von 800 mg Sorafenib täglich empfohlen. Dabei sollten zweimal täglich 400 mg (2 Tabletten à 200 mg) mit einem Glas Wasser getrunken werden. Die Einnahme kann sowohl unabhängig von den Mahlzeiten oder auch zu einer leichten Mahlzeit erfolgen. Falls eine fettreiche Mahlzeit verzehrt wird sollten die Tabletten mindestens eine Stunde vorher oder zwei Stunden nach dem Essen eingenommen werden.

Gegebenenfalls kann die Dosis erhöht werden, bei schwerwiegenden Nebenwirkungen kann der Arzt auch eine Anpassung der Dosierung vornehmen.

Nebenwirkungsprofil

Patienten, die Sorafenib einnehmen, berichten häufiger über Durchfall, hoher Blutdruck, Hautausschlag und Hautreaktionen an Händen und Füßen (das sogenannte Hand-Fuß-Syndrom) sowie Alopezie (Haarausfall) und Müdigkeit. Außerdem kann Sorafenib das Risiko von Blutungen erhöhen, weshalb die gleichzeitige Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten (z.B. Marcumar®) mit dem Arzt abgesprochen werden sollte.

Wichtige Tipps von Patienten für Patienten vor und während der Therapie mit Sorafenib

  • Überprüfung des Blutdrucks: während der Therapie wird häufig Bluthochdruck (Hypertonie) beobachtet. Bei Bedarf benötigen die Patienten eventuell schon vor der Therapie eine adäquate Bluthochdruckbehandlung.
  • Kontrolle der Schilddrüse: unter der Therapie kann eher eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), seltener eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) auftreten, dabei ist der TSH Wert, aber auch der fT3 und fT4 Wert wichtig.Am Besten sollten die Schilddrüsenwerte durch eine Basisuntersuchung schon vor Therapiebeginn und laufend unter der Therapie erfolgen. Die Überprüfung der Werte kann durch den behandelnden Arzt oder den Facharzt (Endokrinologen) erfolgen.
  • Vorbeugung Hand-Fuß-Syndrom: eine vorsorgliche und regelmäßige Behandlung durch eine medizinische Fußpflege (Podologie) sowie das tägliche Eincremen von Händen und Füßen ist empfehlenswert.

Wichtig: Die Kooperation und Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Arzt ist der wichtigste Bestandteil während Ihrer Behandlung. Ihr Arzt kann Sie nur optimal unterstützen, wenn er Ihr Befinden genau kennt. Dazu eignet sich das Führen eines Therapietagebuchs, welches Sie hier umsonst bei uns anfordern können.
Im Allgemeinen sagen internationale Experten über Nierenzellkarzinom-Therapien, dass eine Behandlung der Nebenwirkungen vor einer Dosierungsanpassung Vorrang haben sollte. Dieses ist jedoch eine individuelle Entscheidung, die Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt abwägen sollten.

Unsere 20-seitige Broschüre "Tipps im Umgang mit Nebenwirkungen" können Sie hier anfordern: Kontaktformular zur Zusendung unseres Informationsmaterials

Wechselwirkung

Unter Wechselwirkung versteht man die Beeinflussung des im Blut vorhandenen Wirkspiegels eines Medikaments, wenn andere Substanzen (z.B. Medikamente, Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel) zeitnah eingenommen werden.

Wechselwirkungen entstehen zumeist dadurch, dass verschiedene eingenommenen Substanzen auf die gleiche Art und Weise im Körper abgebaut werden. Insofern sind alle Nahrungsmittel und viele Medikamente potentiell dazu in der Lage, den Stoffwechsel von systemischen Therapien zu beeinflussen. Dabei kann sowohl der Wirkspiegel des Nierenkrebs-Medikaments als auch der Wirkspiegel des anderen Medikaments erhöht oder reduziert werden.

Hintergrund zu Wechselwirkungen

Viele körperfremde Stoffe werden in der Leber über bestimmte Enzyme abgebaut (verstoffwechselt). Dabei ist das in der Leber vorhandene Enzym – Cytochromm P450 3A4 (CYP 3A4) häufig ein zentraler Bestandteil bei der Verstoffwechselung vieler Nierenkrebs-Medikamente, aber auch von zahlreichen, häufig verwendeten Arzneimitteln sowie normale Lebensmittel (Nahrungsergänzungsmittel gehören auch zu Lebensmitteln).

Bitte weisen Sie Ihre behandelnden Ärzte auf die Einnahme Ihres Nierenkrebs-Medikaments sowie aller anderen eingenommenen Medikamente, homöopathischer Mittel, Nahrungsergäzungsmittel hin!

Grundsätzlich muss man bei dem jeweiligen Hersteller nachfragen, wie das Medikament verstoffwechselt wird und diese Tatsache berücksichtigen.

Beispiele für Substanzen, die den Arzneimittel-Spiegel im Blut ansteigen lassen könnten

Es kann sein, dass der Abbau der Medikamente verringert wird, dann würde der Arzneimittel-Spiegel im Blut ansteigen. Das kann unter Umständen zu etwas mehr Nebenwirkungen führen. Grapefruit z.B. kann diese Wirkung haben, darum Vorsicht bei Grapefruit und Grapefruitsäften.

Folgende Substanzen könnten den Wirkspiegel einiger Nierenkrebs-Medikamente erhöhen:

  • Grapefruit/-saft,
  • manche Antibiotika (z. B. Calrithromycin, Erythromycin),
  • manche blutdrucksenkende Mittel (z.B. Amiodaron, Diltiazem, Verapamil),
  • manche HIV Medikamente (z.B. Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir),
  • manche Mittel gegen Sodbrennen (z.B. Cimetidin),
  • manche Mittel gegen Pilzinfektionen (z. B. Itraconazol, Ketoconazol, Voriconazol),
  • manche Mittel gegen Übelkeit (z.B. Aprepitant)

Beispiele für Substanzen, die den Arzneimittel-Spiegel im Blut verringern könnten

Viel problematischer ist, wenn der Abbau von dem Medikament durch ein Nahrungsmittel oder ein anders Medikament beschleunigt wird. Das würde zur Folge haben, dass der Wirkspiegel im Blut abnimmt. Dann besteht die Gefahr, dass das Arzneimittel gar nicht richtig wirkt. Das nur scheinbar harmlose Johanniskraut kann den Plasmaspiegel von den systemischen Therapien senken, daher sollten Patienten Johanniskraut (z.B. Tees oder Tabletten gegen depressive Verstimmungen) meiden.

Folgende Substanzen könnten den Wirkspiegel einiger Nierenkrebs-Medikamente reduzieren:

  • manche Antibiotika (z.B. Rifampicin, Rifabutin, Rifapentin),
  • manche Kortison Medikamente (z.B. Dexamethason),
  • manche Medikamente gegen ein Krampfleiden (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital),
  • manche Schlafmittel (z. B. Barbiturate)
  • Johanniskraut

WICHTIG! Einige Medikamente gegen Wechseljahrsbeschwerden können Johanniskraut als Wirkstoff enthalten!

Für jedes dieser Medikamente können natürlich noch andere Wechselwirkungen vorliegen.

Führen Sie daher eine Liste über die von Ihnen eingenommen Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel sowie deren Dosierung und legen Sie diese Ihren behandelnden Ärzten vor.

Am Besten eignet sich dazu unser Patientenpass, den Sie über unser Kontaktformular anfordern können.

 

Sie sollen eine Therapie mit Sorafenib beginnen? Hier finden Sie Tipps von anderen Patienten VOR Beginn

Ihr Arzt hat Ihnen gesagt, dass Sie eine Therapie mit Sorafenib beginnen sollen. Viele Patienten sitzen erst einmal wie ein Kaninchen vor der Schlange und trauen sich gar nicht mit den Tabletten zu beginnen.

Daher wollen wir mit Ihnen zusammen vor Therapiebeginn einen Schritt zurückgehen und folgende Fragen stellen: Haben Sie sich eine Zweitmeinung zur Behandlung eingeholt? Ist eine operative Entfernung der Metastasen sinnvoll und möglich?

Denn tatsächlich kann die Operation von Metastasen des Nierenzellkarzinoms einen Vorteil für den Patienten darstellen. Es kommt natürlich immer auf den Einzelfall an und daher ist eine Zweitmeinung VOR dem Start einer Therapie sinnvoll.

Weitere Fragen finden Sie in unserem Fragenkatalog, den Sie bei uns telefonisch oder über das Kontaktformular anfordern können.

VOR Start einer Therapie

  1. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt umfassend aufklären. Unsere Gesprächsgrundlage bietet Ihnen die Möglichkeit nichts bei dem Gespräch zu vergessen.
    pdf LH NZK Gesprächsgrundlage Therapien (179 KB)

  2. Lassen Sie sich vorsorgliche Maßnahmen gegen Nebenwirkungen empfehlen
    • z.B. medizinische Fußpflege

  3. Lassen Sie vor Start der Therapie folgende Unterstuchungen durchführen:
    • Blutdrucküberprüfung
      (eventuell benötigen Sie schon vor der Therapie eine adäquate Bluthochdruckbehandlung)
    • Schilddrüsenfunktion
      (Durchgeführt von ihrem behandelnden Arzt oder beim Facharzt: Endokrinologe)
    • Herzfunktion
      (Durchgeführt von ihrem behandelnden Arzt oder beim Facharzt: Kardiologe)
    • Protinurie
      (Durchgeführt von ihrem behandelnden Arzt oder beim Facharzt: Urologe)

  4. Gehen Sie vor einer Therapie zum Zahnarzt und lassen Sie Ihre Zähne kontrollieren und ggf. sanieren.
    pdf ASORS Laufzettel AntiresorptiveTherapie (1.58 MB)

Regelmäßig während einer Therapie

  1. Blutdruckmessen
  2. Medizinische Fußpflege
  3. Lassen Sie in regelmäßgen Abständen Untersuchungen durchführen:
    • Schilddrüsenfunktion
      (Durchgeführt von ihrem behandelnden Arzt oder beim Facharzt: Endokrinologe)
    • Herzfunktion
      (Durchgeführt von ihrem behandelnden Arzt oder beim Facharzt: Kardiologe)
    • Protinurie
      (Durchgeführt von ihrem behandelnden Arzt oder beim Facharzt: Urologe)

 

Hier erfahren Sie mehr über den wissenschaftlichen Hintergrund zu Sorafenib

Was bedeutet Target-Therapie, TKI, Tyrosinkinasehemmer?

  • Target-Therapie
  • TKI
  • Tyrosinkinase-Hemmer
  • Anti-Angenonese-hemmer
  • Multi-Tyrosinkinase-Hemmer

All diese Bezeichnungen sind ein und dieselbe Bezeichung (Synonyme) für die Wirkweise einer bestimmten Art von Krebsmedikamenten.

Unterschied zwischen Chemo- und Target-Therapie

Die Chemotherapie z.B. schädigt bzw. zerstört generell alle schnell wachsenden Zellen in der Teilungsphase (unabhängig vom Krebsbefall). Dieses Vorgehen ist beim Nierenzellkarzinom nicht sinnvoll, da sich diese „Standard-Krebsbehandlungen“ als praktisch unwirksam erwiesen haben.

Mitte 2006 wurden die ersten Vertreter einer neuen Ära von Krebsmedikamenten für das Nierenzellkarzinom in Deutschland zugelassen: sogenannte Target-Therapien (target, engl. = Ziel). Target-Therapien sind Medikamente, die das Wachstum und
eine weitere Streuung des Krebses verhindern sollen.

Im Gegensatz zur Chemotherapie wirken diese Medikamente zielgerichtet auf die Tumorzellen und sind so weniger schädlich für die „normalen“ Zellen unseres Körpers. Sie sollen das Fortschreiten von Nierenkrebs eindämmen und somit eine Lebenszeitverlängerung bei möglichst hoher Lebensqualität ermöglichen.

Das Wissen um die Tumorentstehung bildet den Ansatz für diese neuen Therapien.
Beim Nierenzellkarzinom spielen Wachstumsfaktoren dabei eine große Rolle, da sie auf zweierlei Art zu einer Beeinflussung des Tumors bzw. seiner Metastasierung führen:

  • Zum einen wirken sie in der Krebszelle selbst (Tumorwachstum, Tumorproliferation),
  • zum anderen bewirken sie, dass der Tumor Blutgefäße „anlocken“ kann, wodurch er die für sein Wachstum notwendige Blutversorgung erreicht.

Die Neubildung von Tumorblutgefäßen wird als Neoangiogenese bezeichnet.

Was ist (Neo-) Angiogenese?

Als Angiogenese (griechisch: Gefäßentstehung) bezeichnet man das Wachstum von kleinen Blutgefäßen (Kapillaren). Die Angiogenese ist bei Krebs von erheblicher Bedeutung.
Solide Tumoren, wie das Nierenzellkarzinom, sind abhängig von einem mitwachsenden Kapillarnetz, das den Tumor mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Je größer der Tumor wird, desto mehr Blutgefäße müssen entstehen, um die Tumorzellen zu versorgen. Diese gesteigerte Angiogenese der Tumoren wird durch eine Signalübermittlung der Tumorzellen an das normale Umfeld gefördert. Hierbei entsenden die Tumoren ein Eiweiß (Protein), z.B. den Wachstumsfaktor VEGF. VEGF stimuliert das Wachstum bestimmter Zellen, um neue Gefäße zu bilden.

Dieser Wachstumsfaktor möchte sich an eine Andockstelle für Wachstumsfaktoren – den sogenannten Rezeptor – binden. Diese befinden sind an der Oberfläche einer Zelle. Wenn der Wachstumsfaktor an den Rezeptor andockt, wird dadurch ein Signal ausgelöst. Das Signal wird über viele Zwischenschritte (Signalkaskade) an den Zellkern weitergegeben.

Angiogenese

 

Dabei spielen bestimmte Eiweiße eine besondere Rolle, die sogenannten Tyrosinkinasen. Sie sorgen dafür, dass das aufgenommene Signal im Zellinneren weitergeleitet wird. Diese Signalkaskade ist notwendig, um verschiedene Gewebe im Organismus, wie z.B. Blutgefäße, Bindegewebe oder Nervengewebe, auszubilden.

Kurzgesagt: Nach Bindung an den Rezeptor erfolgt das Signal des Wachstumsfaktors VEGF. Dies bewirkt eine Aktivierung im Zellkern und in der Folge, die Entwicklung neuer Blutgefäße. VEGF sorgt somit für die Ausbildung einer eigenen Blutversorgung des Tumors, die für den Tumor ab einer Größe von ca. 0,2 mm überlebensnotwendig ist. Je größer der Tumor wird, desto größer wird die Zahl der Blutgefäße, um die Tumorzellen zu versorgen.

Was ist Anti-Angiogenese?

Eine Methode zur Verhinderung der Gefäßneubildung heißt Anti-Angiogenese. Da der Tumor ohne neue Blutgefäße nicht weiter wachsen kann, wird versucht die Gefäßneubildung mit Wirkstoffen in Form von Angiogenese-Hemmern (Inhibitoren) zu verhindern. Dabei können diese „Hemmer“ an verschiedenen Stellen ansetzen (unterschiedliche Wirkmechanismen): bei einer Unterbrechung des Ablaufs der Produktion von Wachstumsfaktoren bis zum Signal, das an den Zellkern gesendet wird.

Für das Nierenzellkarzinom sind mehrere Medikamente zugelassen, die auf unterschiedliche Art und Weise Einfluss auf die Tumorzelle und ihr Wachstum haben. Auf dieser Seite erklären wir Ihnen den Wirkmechanismus der Tyrosinkinase-Inhibitoren.

Wirkmechnismus TKI - Tyrosinkinase-Hemmer

Bindet ein Wachstumsfaktor an den entsprechenden Empfänger (Rezeptor) an der Zelloberfläche, wird eine Übertragungskette im Inneren der Zelle in Gang gesetzt, die das Signal an den Zellkern weiterleitet.
Diese Weiterleitung wird unterbunden, indem der Rezeptoranteil, der ins Zellinnere reicht – die sogenannte Tyrosinkinase – gehemmt wird.
Die Signalübermittlung kann nicht gestartet werden. Medikamente, die auf diesem Wirkprinzip basieren nennt man daher auch Tyrosinkinase-Hemmer. Die für das Nierenzellkarzinom zugelassenen Tyrosinkinase-Hemmer blockieren (inhibieren) mehrere Signalwege gleichzeitig. Aus diesem Grund bezeichnet man sie auch als Multi-Tyrosinkinase-Inhibitoren (kurz TKIs).

Wirkmechanismus TKI


Durch die Fähigkeit, mehrere Rezeptoren zu hemmen, weisen Tyrosinkinase-Inhibitoren sowohl eine direkte als auch eine indirekte Antitumoraktivität auf. Diese Wirkstoffe unterbinden einerseits die Zellteilung (Proliferation) der Tumorzellen, unterbrechen andererseits aber auch die Gefäßentstehung (Tumorangiogenese) - also die Blutversorgung des Tumors und hungern ihn damit aus. Die Erkrankung soll in einen chronischen Zustand überführt werden.

Auf diesem Prinzip basieren Wirkstoffe wie Axitinib (Inlyta®), Cabozantinib (Cabometyx®), Lenvatinib (Kisplyx®), Pazopanib (Votrient®), Sorafenib (Nexavar®) und Sunitinib (Sutent®).

Sorafenib greiftan verschiedenen Stellen der Signalübertragung an z.B.: Am Vascular Endothelial Growth Factor Receptor (VEGF-R -1, -2, -3), am Platelet Derived Growth Factor Receptor (PDGFR), an c-KIT etc..
Bei den Nierenzellkarzinom Medikamenten, ist Sorafenib das einzige Medikament, welches auch die RAF (rapidly accelerated fibrosarcoma) Kinase hemmt.

Durch die Hemmung der Rezeptoren kann Sorafenib daher möglicherweise das Tumorwachstum aufhalten oder verlangsamen.

Zulassung

Sorafenib ist seit Juli 2006 in Deutschland zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom nach Versagen einer Therapie mit Zytokinen (Immun- oder Imunchemotherapie) bzw. für Patienten, für die eine Zytokin-Therapie nicht infrage kommt, zugelassen. Dies trifft auf etwa 85% der neu diagnostizierten Patienten zu.

Eine Übersicht wann dieses Medikament verschrieben werden kann finden Sie auch unter Einsatz der Medikamente

Unser Unterstützungsangebot an Sie

Wir sind Patienten und Angehörige. Wir bieten Ihnen nicht nur virtuelle Informationen, sondern reale Unterstützung: eigene Erlebnisse und Erfahrungen aus dem Alltag mit der Erkrankung und der Therapie. Wir bieten wir Ihnen Hilfestellungen in verschiedenen Formen an:

Neben unseren patientengerechten Informationsbroschüren über die Erkrankung bieten wir verschiedene Materialien an, um Sie optimal bei der Therapie zu unterstützen:

  • Therapietagebuch
  • Tipps im Umgang mit Nebenwirkungen (unsere 20-seitige Broschüre)
  • Patientenpass

Diese können Sie bei uns telefonisch oder über das Kontaktformular anfordern.

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