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NIERENKREBS

Winterfit


Mit den kalten Temperaturen kommen häufig Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Doch nicht immer muss uns das Wetter auch tatsächlich krankmachen. Was lässt sich aktiv für den Erhalt der Gesundheit tun? Mit welchen Mitteln stärkt man sein Immunsystem? Wie kommt man besser durch die vierte Jahreszeit?

Bis zu 200 verschiedene Schnupfen- und Erkältungsviren zählen die Mediziner. Diese können sich über Hautkontakte, wie zum Beispiel das Händeschütteln, sowie über Tröpfcheninfektion, die durch Niesen ausgelöst wird, verbreiten. Und auch in der Atemluft befinden sich nicht selten jede Menge Schnupfenviren und andere Krankheitserreger. Im Schnitt erwischt es einen erwachsenen Menschen drei bis fünf Mal pro Jahr. Und leider hat die Wissenschaft bis heute kein wirksames Mittel gegen den Schnupfen gefunden. Deshalb ist Vorbeugen der beste Weg, einer Erkältung aus dem Weg zu gehen.

Im Winter ist unser Immunsystem stark gefordert. Vitaminreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, Saunabesuche und so wenig Stress wie möglich sorgen dafür, dass Sie die kalte Jahreszeit mit all ihren schönen Seiten genießen können. Auch Begleiterscheinungen des Winters, beispielsweise eine durch Kälte und Heizungsluft trockene und gereizte Haut, lassen sich mit einfachen Mitteln problemlos in den Griff bekommen.

Hier ein paar Tipps, um vorzubeugen und besser durch den Winter zu kommen…

Impfungen

Infektionsschutz und Impfungen sind ein wichtiges Thema besonders für Patienten, die unter Therapie, häufig ein geschwächtes Immunsystem haben.

Grundsätzlich sollten Nierenkrebs-Patienten mit ihrem behandelnden Arzt über Impfungen sprechen. Dabei gilt als Faustregel beim Impfen von Nierenkrebs-Patienten, die eine Therapie einnehmen, dass nur Tot-Impfstoffe verwendet werden sollten.

Neben der Grippeschutz-Impfung wird auch die Pneumokokken-Impfung empfohlen, vor allem bei Immungeschwächten und Patienten über 60. Pneumokokken sind die Haupterreger für infektiöse, bakterielle Lungenentzündungen. Eine Pneumokokken-Impfung soll davor schützen.

Um zu erfahren, ob die Impfungen mit Ihrer medizinischen Therapie verträglich sind, kann Ihr behandelnder Arzt – oder auch Sie selbst – bei der medizinischen Informationshotline des Arzneimittelherstellers anrufen und nachfragen.

Infektionsschutz

Auf der Post einen Kugelschreiber in die Hand genommen, diverse Türgriffe angefasst? Auch auf Gegenständen können Erkältungsviren einige Zeit aktiv bleiben. Da Menschen sich häufig ganz unbewusst ins Gesicht fassen, die Augen oder die Nase reiben, gelangt das Virus in die Schleimhäute. Dort kann es sich festsetzen und in Ruhe entwickeln.

Achten Sie daher darauf sich möglichst nicht oder nur wenig in das Gesicht zu fassen und immer gründlich (20 bis 30 Sekunden) die Hände zu waschen. Infektionsschutz fängt bei der Händedesinfektion an.

Weitere wichtige Tipps zum Infektionsschutz finden Sie auf: www.infektionsschutz.de

Pflegen Sie Ihre Nasenschleimhäute

Gerade die Nasenschleimhäute sind ein wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems, da sie wie ein Schutzschild gegen Viren wirken.

  • Heizungsluft trocknet alle Schleimhäute aus, daher lüften Sie daher auch in der Winterzeit regelmäßig oder legen Sie feuchte Tücher über die Heizkörper.
  • Nutzen Sie Meerwasser-/ Salz-Sprays, Cremes oder Öle zum Befeuchten der Nasenschleimhäute.

Bewegung am besten an der frischen Luft

Auch wenn es in der kalten Jahreszeit schwerfällt: Bewegung tut gut! Und sorgt dafür, dass Krankheitserreger weniger Chancen haben. Regelmäßige Bewegung, am besten an der frischen Luft, hilft dabei, den Alltagsstress abzubauen. Durch das intensivere Atmen wird die Sauerstoffaufnahme erhöht. Außerdem produzieren die Muskeln bei sportlicher Betätigung vermehrt Interleukin-6. Dabei handelt es sich um einen zentralen Botenstoff, der das Abwehrsystem regelrecht ankurbeln und für Nachschub an Immunzellen sorgen kann.

Licht tanken!

Sonnenstrahlen hellen nicht nur unsere Stimmung auf. Die Sonnenstrahlung spielt auch eine wichtige Rolle bei der Produktion von Cholecalciferol – dem sogenannten Vitamin D3.

Vitamin D3 ist wichtig bei der Regulierung des Calcium-Spiegels im Blut und für den Knochenaufbau. Außerdem soll es die Abwehrkräfte stärken.

Für eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3 ist eigentlich nur eine angemessene Sonnen- oder UVB-Exposition (10 - 30 Minuten täglich) notwendig. Auch fetter Fisch (z.B. Lachs, Aal, Thunfisch) enthält viel Vitamin D3.

Eine Nahrungsergänzung sollte erst nach Messung Ihres Vitamin D3-Spiegels auf Anweisung Ihres Arztes erfolgen.

Angemessene Kleidung

Bei Sport und ausgedehnten Spaziergängen unbedingt auf angemessene Kleidung achten: Denn auch wenn Kälte nicht unbedingt eine Erkältung fördert, so kann Unterkühlung doch die Abwehrkräfte schwächen. Die Viren haben dann leichteres Spiel. Besonders empfehlenswert ist dabei Bekleidung aus Funktionsmaterialien. Sie sorgt einerseits dafür, dass es nicht zum Feuchtestau kommt und andererseits, dass der Körper nicht auskühlt.

Sauna oder Infrarot

Der Gang in die Sauna ist ein idealer Weg, um sich abzuhärten. Zum einen lernt der Körper sich auf unterschiedliche Temperaturen besser und schneller einzustellen. Zum anderen wird beim Saunieren die Schleimhaut der Atemwege befeuchtet und dadurch der Schutz vor Viren erhöht. Der spürbare Effekt: Das Durchatmen fällt leichter. Genauso wichtig wie das Erhitzen in der Sauna ist die Abkühlung danach. Denn der positive Effekt für das Immunsystem und die Durchblutung kommt erst durch den Wechsel von Hitze und Kälte zustande. Daher die Reihenfolge beachten:

  1. Saunagang
  2. An die frische Luft gehen
  3. Kalte Dusche – evtl. Tauchbecken (nicht geeignet für Patienten mit erhöhtem Blutdruck- und Patienten mit erhöhtem Infarktrisiko)
  4. Anschließende Ruhepause
  5. Nicht mehr als drei Saunagänge durchführen

Übrigens:

  • Auch Saunamuffel können den positiven Effekt des Wechsels zwischen Wärme- und Kältereiz nutzen. Ebenfalls gut für das Immunsystem sind nämlich heiß-kalte Wechselduschen im heimischen Badezimmer.
  • Wer keine hohen Temperaturen mag oder evtl. Probleme mit dem Herz-Kreislaufsystem hat, kann auch mit der Infrarot-Sauna den sanften Wechsel von Hitze und Kälte genießen.

Lieber Kiwi oder Sanddron als "heiße Zitrone"

Vitamin C und die heiße Zitrone – als klassische Hausmittel gegen Erkältung? Weit gefehlt.

  1. Viele Studien bestätigen, dass wir keinen Vitamin C Mangel haben und eine zusätzliche Einnahme von Vitamin C keinen besseren Schutz gegen Erkältungsviren bringt.
  2. Zitronen enthalten weniger Vitamin C als z.B. Sanddorn oder Kiwi
  3. Vitamin C ist besonders hitzeempfindlich, eine Zitrone mit kochend heißem Wasser zu übergießen wäre daher nicht vorteilhaft.

Ernährung

Nicht Nahrungsergänzungsmittel sondern eine ausgewogene Ernährung ist eine wichtige Grundlage, um das Immunsystem zu schützen und zu stärken. Daher sollten neben Fisch und Vollkornprodukten auch im Winter viel Obst und Gemüse auf den Teller kommen. Anbei ein paar Vorschläge wie Sie Ihre Mahlzeiten besonders „winterfit“ gestalten können.

  • Kohlenhydrate liefern Energie. Deshalb sollten Kartoffeln, Gemüse und Vollkornprodukte auf unserem täglichen Speiseplan nicht fehlen.
  • Heimisches Wintergemüse: Grünkohl, Weißkraut, Wirsing, Lauch, Brokkoli, Sellerie und Möhren sind wahre Vitaminbomben.
  • Vitamin A sorgt für eine gesunde Schleimhaut. Damit stärkt eine ausreichende Vitamin A-Zufuhr auch das körpereigene Abwehrsystem und Krankheitserreger haben es schwerer sich einzunisten. Der Tagesbedarf an Vitamin A, der etwa bei einem Milligramm (mg) liegt, lässt sich durch Leber, Möhren, Grünkohl, Spinat aber auch Milch, Käse und Butter decken.
  • Selen ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Es steigert die Antikörper-Bildung. Hauptlieferanten sind Leber, Muskelfleisch, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.
  • Zink hilft u.a. bei der Antikörperbildung. Zinkmangel ist häufig auch Grund für erhöhten Haarausfall. Man findet es in Milchprodukten, Fisch und Schalentieren.
  • Eisen ist wichtig für den Transport von Sauerstoff. Der Eisenbedarf lässt sich über Fleisch und Fleischprodukte decken. Ist aber auch in Gemüse wie Wirsing, Spinat, Bohnen oder Erbsen enthalten.
  • Wertvolle Vitamine sowie Zink und Eisen können Sie beispielsweise gut in Form von sogenannten Smoothies zu sich nehmen. Einfach Gemüse und Obst in den Mixer, mit Wasser, Milch oder Fruchtsaft auffüllen, kräftig durchrühren und genießen. Dabei gilt: am besten selbst gemacht. Die Variante aus dem Supermarkt steht meist schon eine Weile im Regal und ist oftmals mit Konservierung- und Zusatzstoffen angereichert.

Grüner Winter-Smoothie für Einsteiger

Grüner Winter-Smoothie für Einsteiger:

Zutaten:

125 g Feldsalat oder Babyspinat

1 Apfel

1 Birne

100 ml stilles Wasser (oder Leitungswasser)

Den Salat waschen und gut abtropfen lassen. Das Obst schälen, entkernen und in grobe Spalten schneiden. Zusammen mit dem Salat oder Babyspinat in den Mixer geben. Mit Wasser aufgießen und kurz pürieren. Wichtig: Nicht zu lange pürieren und den Smoothie zeitnah nach der Zubereitung verzehren. Sonst können die wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen.

Auch Orangen oder Mandarinen können im Smoothie gut verwendet werden. Etwas Ingwer oder eine Prise Zimt sorgen für Extra-Würze. Der Phantasie sind beim Smoothie-Mixen (kaum) Grenzen gesetzt. Probieren Sie es einfach mal aus.

Wir wünschen Ihnen eine erkältungsfreie Zeit!

 

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