SHG OBERÖSTERREICH
Gespannt erwarteten wir GIST-Betroffene am 01.06.2007 Herrn Univ.Dozent.Dr.Thomas Kühr (Mitglied des Med.-wiss. Beirates und führender GIST-Mediziner) aus Wels, der für diesen Nachmittag von der SHG OÖ gewonnen werden konnte. Schade, dass einige freizeit-, urlaubs- oder krankheitsbedingt kurzfristig absagten!
Im Vorfeld wurden von Siegfried Winklhofer Fragen gesammelt und an Dr.Kühr übermittelt, auf welcher sich dieser eingehend und anschaulich vorbereitete. Auch über aktuelle Ergebnisse und Themen des letzten GIST-Symposiums wurden wir informiert. Wir sind jetzt schon gespannt auf das nächste Onko-Journal, einige Vorkenntnisse und Einblicke haben wir jetzt schon.
Viele Fragen und viele Antworten gab es. Einige Beispiele:
- Absetzen von Glivec - welche Risiken
- Dosiserhöhung von 400 mg Glivec auf 800 mg - in wie weit bessere Ergebnisse
- Erfahrungen über die Dauer der Einnahme
- biologische Krebsabwehr
- Immunstimulierung - was ist sinnvoll?
- bei welchem Exon wirkt Glivec besser?
- MRT oder CT bei der Verlaufskontrolle - was ist aussagekräftiger?
- Pet-Untersuchung - wann, wo möglich und warum?
- ist eine Zusammenarbeit von Onkologen, Radiologen und Chirurgen bei GIST-OP gewährleistet?
Es war ein bereichernder Nachmittag, weil ohne Zeitdruck quasi ein „Arzt-Patienten-Gespräch" geführt werden konnte. Nicht in der Onkologie-Ambulanz zwischen Tür und Angel. Es war schön, dass sich Herr Dr.Kühr wirklich Zeit nahm (über 3 ½ Stunden!). Dafür wollen wir uns an dieser Stelle bedanken! Auch nach dem „offiziellen Teil" bei Kaffee und Kuchen wurde noch weiter diskutiert und Herr Dr.Kühr in Anspruch genommen. Wann gibt es schon Gelegenheit mit einem wirklichen GIST-Spezialisten am Tisch zu sitzen und alles fragen zu dürfen was einen bewegt und belastet?
Wir sind nicht alleine, das haben uns diese Stunden wieder gezeigt und es wird etwas getan. Auch wenn Österreich sichtlich noch sehr im Rückstand ist mit seinen Interessen und Ambitionen in der gemeinsamen Zukunftsarbeit in Sachen GIST. Auch das wissen wir jetzt - aber Gott sei Dank gibt es noch einige Einzelkämpfer.
Dr.Kühr ist angereist mit Motorroller, legerem Kurzarmhemd, Laptop und Beamer unter dem Arm - und Humor und Ehrlichkeit in seinem Vortrag und seinen Worten. Und mit genauso viel Humor und Kraft haben wir den Nachmittag in Wels verlassen! Wir lassen uns - soweit wir es beeinflussen können - nicht unterkriegen.
Grüsse an alle im Lebenshaus schicken aus Wels in Österreich Siegfried, Traudl, Elke, Uschi und deren Begleiter.
P.S.: Ein Hinweis von Dozent Kühr zum Thema „Komplementärmedizin", „Alternativmedizin bei Krebs" für alle die Lust haben nachzulesen über dieses breit gestreute und viel diskutierte Thema. Die Suchbegriffe „exeter+prof.edzard ernst" einfach bei google oder anderen Suchmaschine eingeben.
